Kräuterkunde

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1. Stunde

 

Herzlich Willkommen, meine lieben Erstklässler, zu eurer ersten Kräuterkunde-Stunde!

Ich freue mich auf den gemeinsamen Unterricht mit euch! Ich könnte mir vorstellen, dass ein paar von euch nur widerwillig hier sind. Schließlich ist Kräuterkunde nicht Jedermanns Traumfach und dennoch Pflicht. Doch ich verspreche euch, dass ich mir Mühe geben werde, meinen Unterricht interessant zu gestalten [zwinkert]. Und vielleicht möchte der eine oder die andere später eine Ausbildung zum Heiler machen? Ein wirklich wichtiger und hoch interessanter Beruf. Ebenso sollte sich jeder, der Zaubertränke brauen möchte, sehr genau mit den verwendeten Zutaten auskennen. Wo finde ich meine Zutat? Wie sieht sie aus? Was muss ich beachten? Hach ja… ich möchte euch in die wunderbare Welt der Pflanzen und Kräuter entführen. Ihr ahnt ja nicht, was es alles für wunderbare, nützliche Gewächse gibt… Ab und zu fehlt euch vielleicht der passende Zauberspruch oder ihr habt euren Zauberstab nicht zur Hand – in solchen Fällen kann euch die Natur gute Dienste erweisen.

Aber genug geschwafelt – schließlich steht ihr alle erst am Anfang eurer Schullaufbahn. Lasst uns also beginnen… Besitzt ihr alle das Schulbuch Tausend Zauberkräuter und –pilze“ von Phyllida Spore? Nein…? Oh… also wer es vergessen hat, schaut einfach bei seinem Nachbarn mit rein. Wie ich sehe haben zum Beispiel Ms. Bagnold, Mr. Bones und Ms. Abbott ihre Bücher dabei. Sehr löblich!

Dann können wir ja nun starten. Ich möchte euch einen kurzen Überblick darüber geben, was euch in den nächsten Stunden und Schuljahren erwarten wird. Natürlich werden die Gewächse, die ich euch zeigen möchte, immer spannender und gefährlicher werden, da ihr mit der Zeit wichtige Erfahrungen sammelt. Doch zu Beginn eurer Kräuterkunde-Karriere fangen wir harmlos an. Die Pflanze, die wir heute durchnehmen werden, stelle ich euch gleich vor. In der nächsten Stunde werden wir uns dann mit dem Knöterich und Diptam beschäftigen.

In der zweiten Klasse erhaltet ihr dann wichtige Informationen zur so genannten Alraune und zur Peitschenden Weide. Sicherlich habt ihr bereits gesehen, dass wir einen solchen Baum auf dem Schlossgelände stehen haben. Solange wir nicht über ihn gesprochen haben, rate ich euch, ihm nicht zu nahe zu kommen. Im dritten Schuljahr besprechen wir dann verschiedene Zaubertrankzutaten: Affodillwurzel, Wermut, Schlafbohnen und Flussgras. Außerdem werden wir Kartoffelbauchpilze züchten. Das macht wirklich Spaß und ich freue mich schon sehr darauf. In der vierten Klasse sind dann die Bubotubler und das Dianthuskraut an der Reihe. Falls wir noch Zeit haben, werde ich euch außerdem Springende Knollen zeigen können. Lasst mich einen kurzen Blick auf unseren Lehrplan werfen… Reichst du mir bitte das blaue Heft, Ms. Bagnold?

Jetzt sind wir schon im fünften Schuljahr. Ich weiß, ich weiß. Das liegt alles noch in weiter Ferne. Das Jahr wird sehr spannend für euch sein, denn schließlich stehen dann eure ZAG-Prüfungen vor der Tür. Wir werden es aus diesem Grund etwas ruhiger angehen lassen. Ich möchte euch den Mimbulus Mimbeltonia, den Zitternden Ginsterbusch und die Weinraute vorstellen. In der sechsten und siebten Klasse werde ich dann nur noch die Schüler unterrichten, die ihre ZAG-Prüfung bestanden und Kräuterkunde gewählt haben. Für diese Schüler habe ich mir ganz besondere Themen überlegt. Wir werden über Fangzähnige Geranien, Venemosa Tentacula und die Teufelsschlinge sprechen und uns die besagten Pflanzen ganz genau ansehen. Ja. Da staunt ihr! Ich werde den besagten Schülern eine echte Teufelsschlinge zeigen… Das wird sicherlich sehr aufregend und gefährlich werden! Oh… ich sehe, unsere Unterrichtszeit ist schon weit fortgeschritten… lasst uns noch kurz diese Pflanze besprechen…

Wer kennt ihren Namen? - Richtig, Mr. Bones! Das hier ist Baldrian. Auch bekannt unter dem lateinischen Namen Valeriana (valere steht für „kräftig, gesund sein“). Hauptsächlich treffen wir ihn in den Waldregionen Europas an. Wer möchte mal an dieser getrockneten Wurzel riechen? Jaaa. Da verzieht ihr das Gesicht. Kein Wunder. Für viele Menschen duftet der Baldrian unangenehm.  Habt ihr eine Idee, wie dieser Geruch zustande kommt? Ja, Mr. Flint? …

Absolut richtig! Die Pflanze enthält ätherische Öle. Genau diese machen wir uns nutzbar. Baldrian dient als Glücksbringer, sorgt für einen sorgenfreien Schlaf und… Ja, bitte, Ms. Abbott?...Richtig. Und er kann in Liebestränken eingesetzt werden. [schmunzelt] Aber Vorsicht, meine lieben Mädchen. Die Dosierung ist das A und O! Es gibt da einen sehr gefährlichen, einschläfernden Zaubertrank, in welchen wir ebenfalls Baldrian geben. Wer weiß, welchen ich meine? [Frage]

Natürlich habe ich euch den Baldrian nicht ohne Hintergedanken vorgestellt. Er ist bekannt für seine beruhigende Wirkung – und ich dachte mir, dass ihr als Erstklässler sicher noch etwas nervös und aufgeregt seid. Daher möchte ich euch allen ein bisschen von dieser Wurzel schenken. Greift zu.

Baldrian ist auch unter vielen anderen Namen bekannt. Ich möchte, dass ihr mir 5 davon nennt. [Frage] Okay, meine Lieben. In der ersten Stunde gehen wir es etwas gemütlicher an und beenden unseren Unterricht nun. Ich freue mich, wenn wir uns nächste Woche wieder sehen! Euch allen heute Abend eine entspannte Nacht. Schnippelt einfach euer Stück Wurzel in kleine Stücke, packt sie in ein Taschentuch und hängt es neben euer Bett. Bis zur nächsten Stunde!

Prof. Bunnymama

 

 

Deine Hausaufgabe:

 

Beantworte die Fragen aus dem Unterricht! [blaue Markierung]

Freiwillig kannst Du einen halbseitigen Bericht schreiben, ob die Anwendung des Baldrian bei Dir funktioniert hat.

Eure Eulen mit den Hausaufgaben schickt ihr an:   kraeuterkunde@meinhpw.de

 

 

 

2. Stunde

 

Ich grüße euch, meine Lieben!

Schloss Hogwarts ist wundervoll, findet ihr nicht? Naa… habt ihr euch schon etwas eingelebt? Alles klar bei euch? Und bei euch anderen auch, ja? Wie schön. Sehr schön! Falls euch doch irgendetwas bedrücken sollte oder ihr noch Fragen habt, dann möchte ich euch den Tipp geben, euch mit euren Hauslehrern in Verbindung zu setzen… Aber das wisst ihr sicherlich schon alles.

Sooo… habt ihr heute eure Bücher dabei? Mr. Bones, Du auch? Super. Alles klar. Heute möchte ich euch – wie bereits angekündigt – den Knöterich und Diptam vorstellen. Beide Pflanzen können sehr nützlich sein, also aufgepasst!

Starten wir mit unserem Knöterich. Hinter dieser Bezeichnung versteckt sich eine große Anzahl von Kräutern einer Pflanzenfamilie. Ich habe mal eine kleine Auswahl mitgebracht und euch hier an die Tafel geschrieben, welche Anwendungsbereiche damit abgedeckt werden. Ms. Abbott und Mr. Flint, würdet ihr bitte abwechselnd vorlesen? Danke:

 

Knöterich-Arten: Wirkung und Anwendungsgebiete:
   
Floh-Knöterich Heilt äußere Wunden und Geschwüre
Wiesen-Knöterich Gutes Heilmittel, wirkt stark zusammenziehend und enthält blutbildende und kräftigende Wirkstoffe
Vogel-Knöterich („Blutkraut“) Wirkt zusammenziehend und verhindert Blutungen
Wechsel-, Wasser- und Land-Knöterich Blutreinigende und entgiftende Eigenschaften (bei Hautkrankheiten)
Kahler Knöterich Abführende und reinigende Wirkungen (z.B. bei Glieder- und Knochenschmerzen)
Alpen-Knöterich Hilft bei Fieber und starkem Durchfall
Scharfer Knöterich Hilft bei Lebervergiftung und Geschwüren

Wie ihr hier an diesem Beispiel sehen könnt, haben Knöteriche krautige Stängel, welche oft auch verholzt sein können. Habt ihr eine Idee, wo man den Knöterich finden kann? Ihr dürft gerne in euren Büchern nachschauen. Ja? Richtig! In der freien Wildbahn wächst diese Pflanze in den gemäßigten Breiten der Nordhalbkugel. Also ist die Wahrscheinlichkeit, dass wir ihn hier in der Umgebung antreffen, gar nicht so gering.

Machen wir weiter mit Diptam. Diese Pflanze findet Anwendung bei Hautwunden und Blutungen. Bitte schlagt einmal euer Buch auf Seite 258 auf und nennt mir Beispiele, wie uns Diptam nützlich sein kann. Mr. Boot? Richtig. Diptam vermindert die Bildung von Narben bei Verletzungen, die durch schwarzmagische Flüche entstanden sind. Nun du, Mr. Bones. Ebenfalls korrekt. Gerade bei Apparierfehlern benutzt man die Essenz von Diptam, um Blutungen zu stillen und um über klaffende Wunden neue Haut wachsen zu lassen.

Wer hat noch ein Beispiel? Ja? Wunderbar. Ein Fall, der hoffentlich nicht eintreten wird… Doch auch bei gefährlichen Schlangenbisswunden kann Diptam-Konzentrat das Schlimmste verhindern. Okay. Ein Anwendungsbeispiel gibt es noch. Wer traut sich? Ja, Mr. Thomas? Richtig. Viele Heiler verwenden bei schweren Brandwunden ebenfalls Diptam-Essenz.

Gibt es noch Fragen hierzu? Ja, Ms. Abbott? … Nun. Natürlich kann Diptam die Verletzungen nicht völlig ungeschehen machen… jedoch bewirken schon wenige Tropfen, dass der Schmerz nachlässt und sich neue Haut bildet. Ja bitte, Ms. Bagnold? Oh… du hast dich gestern tatsächlich verbrannt? Zeig mal her, dann führen wir die Wirkung von Diptam gleich einmal vor. Wie passend. Mr. Flint, wärst du so freundlich und reichst mir die pinkfarbene Flasche von dort drüben? Danke sehr. Nun kommt mal alle ein bisschen näher und seht zu, was passiert. Ich träufle nur wenige Tropfen der Flüssigkeit auf die gerötete Stelle… und … na also. Das Rot verblasst sofort und deine Schmerzen sollten auch abklingen. Ja? Perfekt.

Da Diptam solche fantastischen Eigenschaften aufweist, ist es selbst den Muggeln bekannt. In Europa steht diese Pflanze sogar unter Naturschutz! Folgt mir doch bitte einmal ins Gewächshaus I. Vorsicht, denkt an die Stufe.

So. Dies sind Diptam-Büsche. Wer möchte einmal an dieser Pflanze riechen? Denkt dran, meine Lieben, ein Identifikationshilfsmittel ist immer auch der Geruch! Ja, ihr zwei, kommt mal her. Beschreibt bitte den Geruch… Genau. Die beste Bezeichnung ist wohl zitronig“. Dieser intensive Geruch wird durch ätherische Öle erzeugt. Sie führen zu einem besonderen Ereignis, welches die Muggel lange Zeit in Panik versetzen konnte… wer kann sich denken, was ich meine? … Bitte? Absolut richtig. Ich bin von dem Wissensreichtum eurer Klasse begeistert! Genau das passiert: Durch die ätherischen Öle kann der Busch sich bei ausreichend Hitze selbst entzünden! Ihr könnt euch sicherlich denken, wie die Muggel auf so etwas reagieren…

Diptam ist und bleibt also ein Allround-Mittel: fiebersenkend, entzündungshemmend und schmerzstillend. Ach herrje… da hab ich mich ja schon wieder total verquatscht. Wie ich sehe, ist unsere Stunde schon wieder zu Ende. Es macht mir einfach so einen Spaß mit euch, dass ab und zu die Zentauren mit mir durchgehen [lacht].

Prof. Bunnymama

 

 
Deine Hausaufgabe:

 

Als Hausaufgabe möchte ich, dass ihr euch wahlweise Knöterich oder Diptam besorgt, daraus eine Essenz herstellt und damit noch in dieser Woche einem Mitschüler helft. Dadurch möchte ich erreichen, dass ihr euch untereinander noch etwas besser kennen lernt und euch klar wird, wie wirkungsvoll Heilpflanzen sein können! Verfasst über diese Tätigkeit bitte mindestens eine halbe Pergamentseite!

Ich freu mich schon auf eure Aufsätze! Schickt diese an:   kraeuterkunde@meinhpw.de

 

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